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Fremdfirmenmanagement im Werk in Spanien und Portugal: Fragen und Antworten

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Drei Fachkräfte in einer Industriehalle: ein Schweißer an einem Edelstahlbehälter, ein Kollege misst einen Stahlträger, ein dritter prüft Unterlagen auf dem Tablet

Wer ein Werk in Spanien oder Portugal betreibt, holt für Stillstand, Umbau oder Reparatur regelmäßig Fremdfirmen auf das Gelände: Schweißer, Rohrleitungsbauer, Monteure, Techniker. Das Fremdfirmenmanagement kennen Sie aus dem Heimatwerk. Im Ausland kommen Sprache, Entfernung und andere Vorschriften dazu. Die folgenden Fragen stellen sich bei einem solchen Einsatz fast immer.

Was heißt Fremdfirmenmanagement, wenn das Werk im Ausland liegt?

Es heißt dasselbe wie zu Hause: Sie legen fest, welche Firma mit welchem Personal wann im Werk arbeitet, und stellen sicher, dass sie Ihre Regeln einhält. Dazu gehören die Auswahl, die Einweisung, die Arbeitsfreigabe, die Abstimmung mit anderen Firmen auf dem Gelände und am Ende die Dokumentation.

Neu sind die Sprache und die Arbeitsschutzregeln vor Ort. Wenn mehrere Firmen auf demselben Gelände arbeiten, spricht man in Spanien von der coordinación de actividades empresariales, kurz CAE. Ihre Sicherheitsfachkraft vor Ort kennt den Begriff und weiß, was Ihr Standort dafür vorhält.

Welche Fachleute lassen sich von außen holen?

Für ein Industriewerk sind das vor allem Schweißer, Rohrleitungsbauer, Apparatebauer, Monteure und Instandhaltungstechniker. MetalBraga setzt diese Gewerke in Werken in Spanien und Portugal ein, entweder als Personal in Ihrem Werk oder als Auftragsarbeit.

Personal im Werk oder Auftragsarbeit: was ändert sich für Sie?

Beim Personal im Werk arbeiten die Fachleute auf Ihrem Gelände und werden von ihrer eigenen Firma geführt. Mit deren benanntem Ansprechpartner stimmen Sie Ort, Zeit, Sicherheitsregeln und Arbeitsfreigaben ab. Bei Auftragsarbeit beschreiben Sie das Ergebnis, die Firma plant und führt aus. Sie brauchen dann vor allem einen klaren Termin für die Abnahme.

Die Überlassung von Arbeitskräften und die Vergabe eines Werks werden je nach Land unterschiedlich behandelt. Lassen Sie die Konstruktion deshalb vor Vertragsschluss rechtlich prüfen, vor allem wenn Ihre Bauleitung den Fremdkräften unmittelbar Weisungen geben soll. Der Artikel Fachpersonal für Ihr Werk in Spanien und Portugal beschreibt den Unterschied genauer.

Wer weist ein, und wer erteilt die Arbeitsfreigabe?

Das legen Sie fest, bevor jemand anreist. In der Regel weist Ihr Werk in Werksordnung, Fluchtwege, Gefahrenstellen und Meldewege ein. Die Fremdfirma weist ihre Leute in die eigentliche Arbeit ein und in die Schutzmaßnahmen, die sie selbst mitbringt.

Bei Heißarbeiten, also Schweißen, Schneiden und Trennschleifen, verlangen die meisten Werke eine schriftliche Freigabe, weil Funken Brände auslösen. Klären Sie vorab, wer sie ausstellt, wer die Brandwache stellt und wer nach der Arbeit kontrolliert.

Welche Unterlagen sollten vor dem ersten Einsatztag vorliegen?

Fordern Sie die Unterlagen vor der Anreise an, nicht am Werkstor:

  • Namensliste der Einsatzkräfte mit Gewerk und Ansprechpartner der Firma
  • bei Schweißern die Schweißerprüfung nach EN ISO 9606-1 (Stähle), EN ISO 9606-2 (Aluminium) oder ISO 9606-5 (Titan) mit gültiger Bestätigung, passend zu Verfahren, Werkstoff, Dicke und Position Ihres Auftrags (was im Zeugnis steht, erklärt Schweißerschein: welche Nachweise Sie verlangen sollten)
  • die Schweißanweisung (WPS) und, wenn Ihre Spezifikation es verlangt, die Verfahrensprüfung nach EN ISO 15614
  • Nachweis der Arbeitsschutzunterweisung in dem Umfang, den Ihr Werk für Fremdfirmen verlangt
  • Prüfumfang und Format der Berichte

In welcher Sprache wird gearbeitet?

Auf spanischen Baustellen in der Regel Spanisch, auf portugiesischen Portugiesisch. Legen Sie fest, in welcher Sprache Zeichnungen, Schweißanweisungen und Berichte vorliegen und welche Sprache Ihre eigene Bauleitung spricht. Nennen Sie das in der Anfrage. Dann lässt sich klären, wer bei Rückfragen erreichbar ist und in welcher Form Berichte bei Ihnen ankommen.

Wie schnell kann das Personal im Werk sein?

Das hängt von Gewerk, Nachweisen und Zeitraum ab, eine pauschale Antwort gibt es nicht. Je früher Sie das Zeitfenster nennen, desto eher lässt sich vor dem Angebot sagen, ob es passt. Ein Stillstand mit festem Termin verträgt keine Verhandlung über das Datum, deshalb gehört der Termin an den Anfang der Anfrage.

Was passiert, wenn jemand ausfällt?

Ein Einsatz kann an einer Krankmeldung scheitern oder daran, dass die Arbeit länger dauert als geplant. Legen Sie vorab fest, wer in diesem Fall eine Ersatzkraft stellt, welche Nachweise sie mitbringen muss und wer sie einweist. Das gehört in den Auftrag und nicht erst in die Besprechung am Tag des Ausfalls.

Lohnt sich das nur für große Werke?

Nicht die Größe des Werks entscheidet, sondern Zeitraum und Gewerk. Ein Stillstand, eine Erweiterung oder eine Reparatur mit Arbeitsspitze rechtfertigt selten eine feste Stelle. Dafür ist Personal von außen gedacht, im kleinen Werk wie im großen.

Wo arbeitet MetalBraga?

In Spanien und Portugal. Unsere Anschrift liegt bei Barcelona, die Fachleute kommen zu Ihrem Werk.

Was wir für eine Anfrage brauchen

  • Gewerk und Verfahren, zum Beispiel Rohrleitung in Edelstahl mit WIG
  • Werkstoff, Dicken und geforderte Norm
  • Standort des Werks und gewünschter Zeitraum
  • Zahl der Fachleute, wenn Sie Personal für Ihr Werk suchen
  • Zeichnungen oder Isometrien, wenn vorhanden

Welche Schweißverfahren und Werkstoffe wir ausführen, steht auf der Seite Schweißarbeiten und Schweißer. Wenn Sie Ihren Einsatz schildern möchten, schreiben Sie uns.

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Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns: Auftrag, gewünschter Zeitraum und Standort des Werks genügen. Danach melden wir uns mit einem Angebot.