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Fehler bei der Auswahl von Schweißern und Monteuren

Veröffentlicht am

Zwei Personen mit Schutzhelm und Tablet an einer Werkbank, im Hintergrund wird geschweißt

Ein Schweißer, dessen Nachweis nicht zum Auftrag passt, fällt meist erst auf, wenn die Nähte geprüft werden. Dann sind Zeit und Material schon eingesetzt. Fünf Fehler tauchen bei der Auswahl von Schweißern und Monteuren immer wieder auf.

Fehler 1: Die Schweißerprüfung nur abhaken

„Der Schweißer ist geprüft“ reicht nicht. Eine Schweißerprüfung nach EN ISO 9606-1 gilt für ein bestimmtes Verfahren, eine Werkstoffgruppe, einen Dickenbereich und eine Position. Wer Edelstahlrohr in Zwangslage mit WIG schweißen soll, hat mit einer Prüfung für Kohlenstoffstahl in Wannenlage keinen passenden Nachweis. Lesen Sie den Geltungsbereich im Prüfzeugnis, nicht nur den Namen der Norm.

Fehler 2: Die Gültigkeit übersehen

Der Nachweis ist befristet. Der Arbeitgeber bestätigt alle sechs Monate, dass der Schweißer weiter im geprüften Bereich arbeitet. Fehlt diese Bestätigung, ist das Zeugnis für die Prüfstelle des Auftraggebers wertlos. Fragen Sie nach Datum und Unterschrift der letzten Bestätigung.

Fehler 3: Das Anforderungsprofil unscharf lassen

„Wir suchen drei Schweißer“ ist keine Anfrage. Nennen Sie Werkstoff, Verfahren, Dicken, geforderte Norm und die Einsatzbedingungen. Auf der Baustelle schweißt man anders als in der Halle, und eine Rohrnaht in Zwangslage verlangt anderes Können als ein Blech in Wannenlage. Je genauer die Anfrage, desto weniger Rückfragen und Fehlbesetzungen.

Fehler 4: Schweißanweisung und Prüfumfang erst am Einsatztag klären

Die Schweißanweisung (WPS) und der Umfang der zerstörungsfreien Prüfung bestimmen, wie geschweißt wird und was am Ende nachgewiesen werden muss. Wer sie erst auf der Baustelle bespricht, verliert Tage. Legen Sie vorab fest, welche WPS gelten, welche Prüfungen anfallen und wer die Berichte erstellt.

Fehler 5: Einweisung und Verständigung vergessen

Auch ein gut qualifizierter Fachmann braucht eine Einweisung: Werksordnung, Arbeitsfreigabe, Ansprechpartner, Sprache der Zeichnungen. Klären Sie, wer einweist und in welcher Sprache auf der Baustelle gearbeitet wird. In Spanien und Portugal ist das meist Spanisch beziehungsweise Portugiesisch.

Worauf Sie stattdessen achten sollten

  • Nachweise vor dem Einsatz verlangen und gegen den Auftrag prüfen
  • Geltungsbereich und Bestätigungsdatum lesen
  • ein klares Anforderungsprofil schicken
  • Schweißanweisungen und Prüfumfang vorab festlegen
  • Einweisung und Ansprechpartner einplanen

Welche Normen Ihr Auftrag berührt, erklärt die Seite Zertifizierungen. Wie wir Aufträge beim Schweißen abwickeln, steht unter Schweißarbeiten. Worauf Sie bei der Wahl einer Firma achten, lesen Sie in Montagefirma in Spanien auswählen.

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