Montagefirma in Spanien auswählen: sechs Prüfpunkte
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Eine Montagefirma für ein Werk in Spanien auszuwählen heißt meist, Angebote zu vergleichen, die sich auf den ersten Blick ähneln. Der Unterschied zeigt sich erst auf der Baustelle: bei den Nachweisen, bei der Bauleitung und bei dem, was im Angebot nicht steht. Diese sechs Punkte helfen, ein Montageunternehmen vorab einzuschätzen.
1. Passt das Gewerk?
Eine Rohrleitung aus Edelstahl, ein Stahlbau und ein Wärmetauscher verlangen verschiedene Werkstoffkenntnisse und Verfahren. Fragen Sie nach dem, was Sie tatsächlich brauchen: Werkstoff, Schweißverfahren (WIG, MIG, E-Hand), Dickenbereich und Art der Anlage. Eine Firma, die alles anbietet, hat nicht automatisch Erfahrung mit Ihrem Fall.
2. Welche Nachweise gibt es, und was decken sie ab?
Lassen Sie sich die Unterlagen zeigen, bevor Sie beauftragen:
- Schweißerprüfungen nach EN ISO 9606-1: für die Verfahren, Werkstoffe, Dicken und Positionen Ihres Auftrags, mit gültiger Bestätigung (alle sechs Monate).
- Schweißanweisungen und Verfahrensprüfungen (WPS, EN ISO 15614), wenn Ihre Spezifikation sie verlangt.
- EN ISO 3834 als Nachweis der schweißtechnischen Qualitätsanforderungen des Betriebs.
- EN 1090 bei tragenden Stahlbauteilen, mit der Ausführungsklasse (EXC1 bis EXC4), die Ihr Projekt braucht.
- Druckgeräterichtlinie bei Druckbehältern und Rohrleitungen.
Entscheidend ist der Geltungsbereich, nicht das Zertifikat als solches. Prüfen Sie Aussteller, Gültigkeit und das, was das Dokument tatsächlich abdeckt. In Spanien akkreditiert ENAC die Zertifizierungsstellen, in Portugal IPAC. Auf unserer Seite Zertifizierungen steht, was die einzelnen Normen bedeuten.
3. Wer leitet vor Ort?
Klären Sie, wer auf der Baustelle Weisungen gibt: Ihr Bauleiter, ein Montageleiter der Firma oder beide. Bei Auftragsarbeit sollte die Firma einen Verantwortlichen benennen, der den Ablauf steuert und Sie auf dem Laufenden hält. Bei Personal im Werk teilen Sie die Arbeit selbst ein und müssen den Einsatz entsprechend planen.
4. Wie läuft die Verständigung?
Auf spanischen und portugiesischen Baustellen wird in der Landessprache gearbeitet. Fragen Sie, wer Ihr Ansprechpartner ist, in welcher Sprache er erreichbar ist und in welcher Form Berichte, Fotos und Prüfprotokolle bei Ihnen ankommen.
5. Wie ist der Arbeitsschutz geregelt?
Wer im Werk arbeitet, braucht Schutzausrüstung, eine Sicherheitsunterweisung und eine Arbeitsfreigabe, besonders bei Heißarbeiten. Fragen Sie nach den Arbeitsschutzunterlagen der Firma und klären Sie, wer Gerüste, Hebezeuge und Absicherung stellt.
6. Was steht im Angebot und was nicht?
Zwei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn der Leistungsumfang gleich ist. Achten Sie darauf:
- ob Material, Zusatzwerkstoffe und Hebezeuge enthalten sind
- welche Prüfungen (Sicht-, Durchstrahlungs-, Ultraschallprüfung, Druckprobe) die Firma selbst ausführt und welche Sie beauftragen
- welche Dokumentation Sie am Ende erhalten
- wer Unterkunft und Anreise der Monteure trägt
Wie wir arbeiten
Bei der Industriemontage arbeiten unsere Monteure und Schweißer als Personal in Ihrem Werk, oder wir führen die Montage als Auftrag aus. Beschreiben Sie uns, was montiert werden soll, wo das Werk liegt und bis wann. Das Formular finden Sie auf der Kontaktseite.
