Vorausschauende Instandhaltung: was sie ist und wann sie lohnt
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Instandhaltung kann auf einen Ausfall warten, nach festen Intervallen erfolgen oder sich nach dem Zustand der Anlage richten. Die dritte Form heißt vorausschauende Instandhaltung. Hier lesen Sie, was sie ausmacht, wie sie sich von der präventiven unterscheidet und wann sie sich lohnt.
Die Arten der Instandhaltung im Überblick
Je nach Quelle unterscheidet man drei oder vier Arten, die man nach der Strategie ordnet.
- Reaktive Instandhaltung greift nach einem Ausfall ein. Sie verursacht keinen Planungsaufwand, aber der Stillstand kommt ungeplant.
- Präventive Instandhaltung erfolgt nach festen Intervallen, etwa nach Betriebsstunden oder Kalenderzeit, unabhängig davon, in welchem Zustand das Bauteil ist.
- Vorausschauende Instandhaltung richtet sich nach dem tatsächlichen Zustand: Man misst, wie sich die Anlage verändert, und leitet daraus ab, wann ein Teil ausgetauscht werden sollte.
Die Grundmaßnahmen sind in DIN 31051 und DIN EN 13306 beschrieben: Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Die Strategien oben bestimmen, wann diese Maßnahmen stattfinden.
Worin unterscheiden sich präventive und vorausschauende Instandhaltung?
Die präventive Instandhaltung tauscht ein Teil nach Plan aus, auch wenn es noch in Ordnung ist. Die vorausschauende wartet, bis die Messwerte eine Veränderung zeigen, und handelt dann. Nach DIN EN 13306 gehört sie zur zustandsorientierten Instandhaltung: Sie braucht Messdaten und deren Auswertung, die präventive braucht vor allem einen Plan.
Welche Verfahren kommen zum Einsatz?
Typische Messverfahren sind:
- Schwingungsanalyse an Pumpen, Motoren und Lagern
- Thermografie an elektrischen Anlagen und Lagerstellen
- Ölanalyse bei Getrieben und Hydraulik
- Ultraschall, etwa zum Aufspüren von Leckagen und zur Wanddickenmessung an Rohrleitungen und Behältern
Welche Verfahren sinnvoll sind, hängt von der Anlage ab.
Wann lohnt sich vorausschauende Instandhaltung?
Sie lohnt sich dort, wo ein Ausfall teuer ist und sich ankündigt: bei Anlagen, die im Dauerbetrieb laufen, bei Maschinen ohne Reserve und bei Bauteilen, deren Verschleiß man messen kann. Bei Teilen, die billig sind und ohne Vorwarnung ausfallen, ist die reaktive oder präventive Strategie oft passender. Meist mischen Betreiber alle drei Strategien, je nach Bedeutung der Anlage.
Was ein Betreiber dafür braucht
Die vorausschauende Instandhaltung verlangt Messtechnik, jemanden, der die Daten auswertet, und Techniker, die bei einem Befund handeln. Der Befund allein behebt den Schaden nicht: Wenn die Messung eine Undichtigkeit, einen Riss oder ein verschlissenes Lager zeigt, müssen Fachleute reparieren, ersetzen oder schweißen.
Instandhaltung mit MetalBraga
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